Händchenhalten

Die französische Verwaltung kann überfordern, besonders wenn man mitsamt entsprechender Sprachproblematik aus einem anderen Land kommt, denn Amts-Französisch ist genau wie Amts-Deutsch einfach eine ganz andere Sprache, als die, die man in der Schule, beim Sprachlehrer oder im Alltag lernt.

Dazu kommen natürlich nationale Eigenheiten in fast allen Bereichen wie Gesundheit, Hauskauf oder Miete, Arbeit und Beschäftigung, Steuern und Sozialversicherung etc – kurzum: alles ist ganz anders und man muss sich erst einmal zurechtfinden.

Je nach Internetaffinität und Sprachkenntnis ist es einfach bis schwierig, alles selbst zu recherchieren. Wer sich möglichst viel graue Haare ersparen möchte, investiert in einen so genannten Handholding- oder Relocation-Dienstleister, der einem bei allen Dingen zur Seite stehen kann:

  • Anmeldung für Strom, Wasser, Gas, Telefon/Internet etc.
  • Eröffnung eines Bankkontos
  • Finden und Abschliessen von Versicherungen
  • Kauf/Import oder Anmeldung des Autos, Umschreiben des Führerscheins
  • Wohnungs- oder Haussuche, Umgang mit Makler, Notar oder Vermieter
  • Anmeldung oder Fragen an die Krankenkasse oder Sozialversicherung
  • Anmeldung/Fragen ans Finanzamt
  • Fragen ans Arbeitsamt
  • Anmeldung als Microentreprise
  • Suche nach Handwerkern, Ärzten, Schulen, Kinderbetreuung, Haushaltshilfen, Sprachlehrer
  • etc.

Manche Handholding-Dienste bieten auch Finanzplanung oder Steuerberatung. Hier sollte man unbedingt die Kompetenzen prüfen, denn die Verantwortung liegt letztendlich beim Kunden.

So ein Service kostet meist nicht die Welt und kann einem Vieles ersparen.

Wir haben die fabelhafte Ute Pantel von Relocation Toulouse eingesetzt, die uns verlässlich und unbürokratisch geholfen hat, eine Microentreprise anzumelden, eine Sozialversicherungsnummer zu bekommen, etc.

Bei den Alternativen sind vor allem englischsprachige Agenturen wie Renestance oder French Connections bekannt.

Photo by Ave Calvar on Unsplash

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