Was kostet die Welt?

Lebenshaltungskosten in Frankreich

Einer der Gründe für unsere Auswanderung waren – neben der Flucht vor dem Dauergrau im Schweizer Mittelland – die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz. Wir könnten im Alter dort kaum von dem leben, was wir an Rente und Pensionskasse erhalten. Daher war der Faktor Lebenshaltungskosten natürlich wichtig für unsere Recherche und ich hatte mich Vorfeld dazu ein bisschen kundig gemacht habe und mittlerweile natürlich direkte Erfahrungen gesammelt. Und so kommt es – wie immer – natürlich darauf an:

Wo man lebt:

Die Region: Das Leben in Paris, an der Côte d’Azur, in der Provence, etc. ist natürlich um Einiges teurer als das im Languedoc-Roussillon oder in der Auvergne.

Stadt oder Land: In den meisten Städten ist das Leben teurer als auf dem Land. Allerdings kommt auf dem Land natürlich der Bedarf nach einem Auto hinzu, für Einkaufs- und andere nötige Fahrten.

Die Gemeinde: Dinge wie die Prozentsätze für Taxe foncière (Grundsteuer) und Taxe d’habitation (Wohnsteuer) werden von den Gemeinden festgelegt.

Wie man wohnt:

Wer ein ganz normales Haus kaufen möchte, zahlt hier meist ein Viertel des durchschnittlichen Schweizer Kaufpreises. Ein Haus in Frankreich kostet im Durchschnitt ca 300’000 Euro, in der Region Occitanie sind es 250’000. Die Miete liegt hier im Südwesten in attraktiven Städten wie Toulouse oder Montpellier bei durchschnittlich 14-15 Euro pro Quadratmeter, auf dem Land natürlich noch deutlich darunter.

Über welches Einkommen man verfügt:

Die Steuern sind grundsätzlich für normale Einkommen oder Renten niedriger als in der Schweiz. Die Sozialabgaben beinhalten die Krankenkasse (ausser der Mutuelle-Zusatzversicherung) und liegen (sehr vereinfacht) bei etwa 20-25% vom Einkommen.
Anmerkung: Hier kommt es jedoch sehr auf den Einzelfall an!

Was und wo man einkauft:

Einkaufen im Bioladen oder auf dem Markt kann auch hier teurer sein, aber Discounterläden wie Lidl, Aldi, Netto bieten mittlerweile ebenfalls Bio-Produkte und die Supermärkte sowieso.

Lebensmittel sind meist um Einiges günstiger als in der Schweiz. Non-Food-Artikel wie z.B. Kosmetika können aber fast ebenso teuer sein.

Sehr erfreulich sind Restaurants und andere Freizeitvergnügen: Ein abendliches, dreigängiges Feinschmeckermenü in einem Restaurant unserer eher ländlichen Gegend kostet zwischen 35 und 45 Euro. Dafür bekommt man in entsprechenden Schweizer Restaurant gerade mal ein einziges Fleischgericht.
Da die meisten Restaurants “Pichets” mit Hauswein anbieten, kann man auf Wunsch auch sehr günstig (und gut) Wein trinken. In der Flasche bekommt man allerdings auch schon für ca 20-25 Euro hervorragende Weine. Das Glas Bier kostet durchschnittlich 3 Euro, in der Schweiz 4-6 Franken.

Leave a Comment

Cookie Consent with Real Cookie Banner